VOB/A Ausschreibung

Zweckverband Abwasserverband Main Mömling Elsava (kurz: ZV AMME)

1.       Auftraggeber:

Zweckverband AMME, Am Wieselsweg 3, 63906 Erlenbach und seine 18 Mitgliedsgemeinden

Tel.: 0 93 72/13 59 50 – Fax: 0 93 72/13 59 57

2.       Vergabeverfahren:

Öffentlicher Teilnahmewettbewerb zur beschränkten Ausschreibung nach VOB/A

3. a)   Ausführungsorte:

für Aufträge an den Verbandssammlern und Ortskanälen mit Sonderbauwerken im Verbandsgebiet des ZV Abwasserverband Main-Mömling-Elsava mit den Städten Erlenbach, Klingenberg, Obernburg, Wörth und den Gemeinden Dammbach, Elsenfeld, Eschau, Großwallstadt, Hausen, Heimbuchenthal, Kleinwallstadt, Laudenbach, Leidersbach, Lützelbach, Mespelbrunn, Mömlingen, Mönchberg, Sulzbach

für Aufträge an Anlagen und Leitungen der Trinkwasserversorgung im Verbandsgebiet des ZV Abwasserverband Main-Mömling-Elsava mit Betriebsvereinbarungen zwischen dem Verband, der Stadt Erlenbach sowie den Gemeinden Dammbach, Elsenfeld, Großwallstadt, Hausen, Heimbuchenthal, Kleinwallstadt, Mespelbrunn, Mömlingen, Sulzbach

3. b) Ausführungsgegenstand:

Kapitel 1: Rufbereitschaft und Baustelleneinrichtung für Notfälle, wenn sofort, (d.h. 24 Stunden täglich an 7 Tagen der Woche) mit der Ausführung begonnen werden muss

Kapitel 2: Arbeiten zum Unterhalt von Wasser- und Abwasserleitungen im Notfall und im Normalfall, d.h. vorgeplant und in einem überschaubaren Zeitraum, einschließlich Baustelleneinrichtung für den Normalfall

Kapitel 3: Stundensätze für Personal, Geräte und Material, wenn Arbeiten nicht in Positionen der Abschnitte 1 und 2 erfasst werden können

3. c)   Art und Umfang der Leistungen:

Die Leistungen umfassen im Wesentlichen in:

im Kapitel 1: Teilnahme an der Rufbereitschaft in zwei getrennten Teilbereichen (Maintalverbund bzw. Spessartverbund) und Einrichtung der Baustelle zur Behebung von Rohrbrüchen in Wasser- und Abwasserleitungen, wenn sofort (innerhalb von wenigen Stunden) begonnen werden muss; dieser Abschnitt wird nach VOB-A § 4 als sogenannter „Abrufauftrag“ vergeben, wobei mehrere Bieter eingesetzt werden sollen und die Einheitspreise deshalb zwischen den Bietern ausgeglichen werden; die Bewerber müssen mit der Abgabe der Bewerbungsunterlagen, spätestens nach Aufforderung durch den Auftraggeber, dazu und zur Übernahme einer Ruf- und Ausführungsbereitschaft (d.h. 24 Stunden täglich an 7 Tagen der Woche) ihre Bereitschaft erklären

Kapitel 2: Tiefbauarbeiten bei Rohrbrüchen (Notfalleinsatz) und zum Unterhalt von Wasser- und Abwasserleitungen, die im Normalfall vorgeplant und in einem überschaubaren Zeitraum ausgeführt werden können, einschließlich der Baustelleneinrichtung dafür

Hierunter sind Tief- und Straßenbauarbeiten zur Behebung von Rohrbrüchen an Wasserleitungen und Abwasserkanälen und geplante Maßnahmen, wie z.B. Wechsel von Armaturen, Erneuerung von kurzen Teilstrecken, Erweiterungen von Rohrnetzen geringeren Umfangs je nach Freigabe und Bereitstellung der Haushaltsmittel durch die jeweiligen Verbandsmitglieder vorgesehen; dabei werden die einzelnen Aufträge projektiert und an den jeweiligen Bieter erteilt;dieser Abschnitt wird nach VOB-A § 4 als sogenannter „Abrufauftrag“ vergeben, wobei mehrere Bieter eingesetzt werden sollen und die Einheitspreise deshalb zwischen den Bietern ausgeglichen werden; die Bewerber müssen mit der Abgabe der Bewerbungsunterlagen, spätestens nach Aufforderung durch den Auftraggeber, ihre Bereitschaft zur Teilnahme an dem Verfahren in Art eines Abrufauftrages erklären

Kapital 3: Stundensätze für Personal, Geräte und Material, wenn Arbeiten nicht in Positionen der Abschnitte 1 und 2 erfasst werden können

dieser Abschnitt wird nach VOB-A § 4 als sogenannter „Abrufauftrag“ vergeben, wobei mehrere Bieter eingesetzt werden sollen und die Einheitspreise deshalb zwischen den Bietern ausgeglichen werden; die Bewerber müssen mit der Abgabe der Bewerbungsunterlagen, spätestens nach Aufforderung durch den Auftraggeber, ihre Bereitschaft zur Teilnahme an dem Verfahren in Art eines Abrufauftrages erklären

3.d)    Eine getrennte Vergabe in einzelnen Teilbereichen, Abschnitten bzw. Aufträgen ist vorgesehen

4.       Ausführungsfrist:

Die Ausführungsfristen richten sich nach den Anforderungen, die bei der jeweiligen Auftragsvergabe an die Bieter gestellt werden. Besonders bei Notfällen im Abschnitt 1 ist schnellstmögliche Erreichbarkeit (gefordert innerhalb von 15 Minuten) und kurzzeitiges Handeln (gefordert innerhalb 2 Stunden) erforderlich. Die Bereitschaft zur Teilnahme an den Notfalleinsätzen (d.h. 24 Stunden täglich an 7 Tagen der Woche) hat der Bieter mit der Abgabe der Bewerbungsunterlagen, spätestens nach Aufforderung durch den Auftraggeber, zu erklären.

Beschreibung der Notfallalarmierung:

Nach Benachrichtigung durch den jeweils diensthabenden Mitarbeiter des Auftraggebers (Verband bzw. Gemeinden) hat der Auftragnehmer, wenn nicht anders vereinbart, innerhalb von längstens 2 Stunden eine mit allen erforderlichen Geräten ausgestatte Baukolonne zum Einsatz zu bringen. Für die Notfallbereitschaft wird ein Dienstplan erstellt, so dass, je nachdem wie viele Firmen eingesetzt werden, ein zwei- bis dreiwöchiger Rhythmus entstehen wird. Für die Zeiten der Rufbereitschaft wird eine Vergütung vereinbart, die mit den beteiligten Auftraggebern (Verband, Gemeinden) abgerechnet werden kann. Umfang und Aufteilung werden im LV beschrieben.

Der für die Abwicklung des Auftrages vorgesehene Bearbeitungszeitraum beginnt ab dem 01.04.2022 und endet am 31.03.2025.

5.       Rechtsform der Bietergemeinschaft:

Einzelnen Bewerbern, die beabsichtigen, ihr späteres Angebot gemeinschaftlich mit anderen Bietern abzugeben, wird angeraten, dies bereits im Rahmen der Bewerbung bekannt zu geben.

6. a)   Schlusstermin für die Anmeldung:

Anmeldungen werden erbeten bis Freitag, den 22.11.2021

6. b)   Anmeldungen sind zu richten an:

Zweckverband AMME, (siehe Pkt. 1)

6. c)   Form und Sprache der Bewerbung:

Anträge sind schriftlich und in deutscher Sprache einzureichen. Das gilt auch für die beizufügenden Unterlagen.

6. d)   Schutzgebühr:

keine

6. e)   Der Bewerbung beizufügende Unterlagen:

Firmen, die bisher noch nicht im laufenden Verfahren beteiligt sind, müssen mit der Bewerbung zwingend die folgenden Unterlagen vorlegen:

  • Erklärungen zur Übernahme der Rufbereitschaft und der Anerkennung der Ausschreibungsbedingungen wie bei 3b) und 4 gefordert,
  • Nachweis darüber bzw. Erklärung dazu, dass der Betrieb in der Lage ist die Arbeiten zum überwiegenden Teil mit eigenem Personal und Gerät ausführen kann

Darüber hinaus können im Zuge des weiteren Auswahlverfahrens die nachfolgenden Unterlagen angefordert werden:

  • Nachweis der Fach- und Sachkunde zu den einzelnen Abschnitten und Tätigkeiten, z.B. über RAL-Gütezeichen ALK2 oder DVGW-Zulassungen für die einzelnen Fachbereiche Kanal und Wasser bzw. vergleichbare Belege
  • Benennung des im Betrieb vorhandenen Fachpersonals mit Benennung der für diese Arbeiten vorgesehenen Mitarbeiter und deren Qualifikation
  • Beschreibung der im Betrieb vorhandenen Fahrzeug- und Geräteausstattung, die für die Durchführung der Arbeiten erforderlich ist, dazu zählen insbesondere auch Nachweise über ausreichendes Beschilderungs- und Absperrmaterial, Pumpen für die Wasserhaltung, Verbau für Gräben und Baugruben usw.
  • Beschreibung der im Betrieb und auf den Fahrzeugen vorhandenen EDV-Ausstattung und Informationstechnik, dazu zählt insbesondere dass die Kolonnen jederzeit per Handy erreichbar sind und über Möglichkeiten zur kurzfristigen Datenübertragung z.B. von Fotos verfügen
  • Referenzen zu bisher in gleicher oder ähnlicher Art und Umfang ausgeführten Aufträge
  • Angaben über Leistungen, die der Betrieb nicht selbst ausführen kann und welche Nachunternehmen er dafür einsetzen würde (z.B. bei Rohrvortrieb oder Materialprüfung)
  • Nachweis über gesicherte Möglichkeiten zur gesetzeskonformen Weiterbehandlung des bei den Arbeiten anfallenden Auf-, Abbruch- und Aushubmaterials

Fehlende bzw. auf Anforderung nicht oder nicht vollständig nachgereichte Erklärungen und Nachweise können zum Ausschluss von der Teilnahme führen. Besonderen Wert legt der Auftraggeber auf die Erklärung zur Übernahme der Rufbereitschaft. Fehlt diese bei der Bewerbung kann dies bereits zum Ausschluss aus dem weiteren Verfahren führen.

7. a)   Absendung der Aufforderung zur Angebotsabgabe:          

ab Mitte Januar 2022

7. b)   Form und Übergabe der Ausschreibungsunterlagen

Das Angebot wird nach VOB-A § 4 als sogenanntes Einheitspreis-Verfahren durchgeführt. Dazu werden in Form einer Preisliste nur Einheitspreise für die mit hoher Wahrscheinlichkeit auftretenden Leistungen abgefragt. Diese werden dann in das Preisverzeichnis eingearbeitet und aus den Preisen aller Bieter am Ende ein gemittelter Einheitspreis ermittelt. Dabei werden die jeweils niedrigsten und höchsten Preise nicht berücksichtigt bzw. entsprechend gewichtet. Das Rechnungsverfahren wird in den allgemeinen Vorgaben des Leistungsverzeichnisses genauer beschrieben.

Die einzelnen Bieter erhalten die Ausschreibungsunterlagen in elektronisch lesbarer Form (PDF-Dateien, GAEB-Schnittstelle, EXCEL-Tabellen) per E-Mail. Dazu ist es zwingend notwendig, dass mit der Bewerbung auch eine E-Mail-Adresse genannt wird. Bewerber, die darüber hinaus Datenträger bzw. Papierausdrucke der Unterlagen wünschen müssen dies bei der Bewerbung oder nach Zusendung der Benachrichtigung anmelden. Die Unterlagen werden Ihnen gegen Erstattung der Selbstkosten (Versand-, Druck- und Kopierkosten) dann zugestellt.

7. c)   Ablauf der Frist für die Einreichung der Angebote:       

Donnerstag, der 10.02.2022 bis 12.00 Uhr

7. d)   Form und Sprache, in der die Angebote abgefasst sein müssen:  

Die Angebote müssen im Papierausdruck entsprechend der als PDF-Datei vorgegebenen Ausfertigung und, soweit möglich, als GAEB-Schnittstelle bzw. EXCEL-Tabelle oder PDF-Datei abgegeben werden. Im Papierausdruck sind alle geforderten Angaben einzutragen. Dort und sie sind an den entsprechenden Stellen zu unterschreiben. Ausdrucke in Kurzform werden nur in Verbindung mit der gleichzeitigen Vorlage eines Langtextausdruckes gewertet. Die Sprache ist deutsch

7. e)   Anschrift für die Einreichung der Angebote:

Zweckverband AMME, (siehe Pkt. 1)

7. e)   Eröffnung der Angebote:                                                

beim Zweckverband AMME (siehe Pkt.1)

7. f)    Eröffnungstermin:

findet nicht statt

8.       Sicherheitsleistungen:

keine

9.       Zahlung:

nach VOB

10.     Ablauf der Zuschlags- und Bindefrist:                              

31.03.2022

11.     Nachprüfstelle für behauptete Verstöße gegen die Vergabebestimmungen:

VOB-Stelle bei der Regierung von Unterfranken, Peterplatz 9, 97070 Würzburg

12.     Auskünfte erteilt:

Zweckverband AMME (siehe Pkt. 1)

gez. Scholtka

(Verbandsvorsitzender)

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